Freemartinismus

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Art.-Nr.: BD003 Kategorien: ,

Die Gentestbeschreibung

Freemartinismus ist die typischste Form von Intersexualität bei Rindern. Sie betrifft eine große Mehrheit (über 90%) der weiblichen Tiere, die von heterosexuellen Zwillingen abstammen. Der männliche Mitzwilling zu einem Freemartin ist gewöhnlich zeugungsfähig und normal entwickelt. Es wurden jedoch manche Fälle beschrieben, in denen sich Abweichungen bei den Reproduktionsorganen zeigen.

Die Maskulinisierung des inneren Reproduktionstraktes dieser Tiere führt dazu, dass der weibliche Fötus im Uterus dem Blut es männlichen Zwillings ausgesetzt wird. Abweichungen des weiblichen Zwillings werden normalerweise vom Anti-Müller-Hormon (AMH) verursacht. Zusätzlich zur Übertragung von Hormonen erlauben Anastomosen plazentaler Gefäße den Austausch hämatopoetischer Stammzellen zwischen den Föten.  Bei heterosexuellen Zwillingen führt dies zu einer Bildung eines Chimärismus der Geschlechtschromosomen (60, XX/XY) in den Leukozyten des peripheren Blutes. Die Zwillingsbildung bei Rindern reicht von etwa 1 % bei Fleischrassen bis zu etwa 4 % bei milchgebenden Rassen. Freemartinismus kommt bei Rindern häufiger als bei jeder anderen Spezies vor. Da Freemartinismus verantwortlich für angeborene weibliche Unfruchtbarkeit ist, wird eine frühe Diagnose empfohlen, um wirtschaftliche Verluste durch unnötige therapeutische Behandlungen zu ersparen.

Referenzen:

Komisarek, J., and Dorynek, Z. (2002). Genetic aspects of twinning in cattle. Journal of Applied Genetics 43, 55–68.

Nowacka, J., Switonski, M., Mackowski, M., Slota, E., Radko, A., Zabek, T., and Urbaniak, K. (2004). The ambiguity of freemartinism diagnosis in cattle revealed by cytogenetic and molecular techniques. Czech Journal of Animal Science 49, 239–243.