Polyzystische Nierenerkrankung beim Bullterrier

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Abkürzungen: BTPKD
Gen: PKD1
Mutation: Point mutation
Erbgang: Autosomal dominant
Rassen: Bull Terrier

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Art.-Nr.: CD079 Kategorien: , Schlüsselwort:

Die Gentestbeschreibung

Polyzystische Nierenerkrankung beim Bullterrier

Die Polyzystische Nierenerkrankung beim Bullterrier ist eine progressive und irreversible Nierenerkrankung, die oft zu Nierenversagen führt. Es ist ein rassespezifisches Syndrom beim Bull Terrier. Ähnliche Erkrankungen wurden beim Golden Retriever, Blue Merle Collie und West Highland White Terrier nachgewiesen. Von der Polyzystischen Nierenerkrankung beim Bullterrier wurde zum ersten Mal im Jahre 1994 berichtet. Neben BTPKD betrifft noch eine weitere Nierenerkrankung den Bull Terrier, Erbliche Nephritis, doch die beiden Erkrankungen unterscheiden sich in ihren Krankheitsmerkmalen und ihrer Genetik.

Merkmale und Symptome

Nieren sind Organe, die für die Regulierung der Plasma- und Gewebeflüssigkeit im Körper wichtig sind. Dies geschieht, indem die Nieren Giftstoffe durch die Bildung von Urin aus dem Körper ausfiltern. Mit der Bildung von Urin werden auch andere wichtige Werte reguliert, wie das Blutplasmavolumen, die Konzentration der Abfallprodukte im Blut, die Elektrolytkonzentration im Plasma sowie der pH des Plasmas. Wenn die Nieren nicht richtig funktionieren und nicht in der Lage sind, ihre primäre Funktion zu erfüllen, verbleiben die Toxine im Körper und sammeln sich im Blut, was auch zum Anstieg des Blutdrucks und somit dem Druck auf andere Körperorgane führt.

Merkmale der BTPKD sind mindestens drei Zysten in der Nierenrinde und der renalen Medulla zwischen den Nieren. Der Nachweis von Zysten ist durch die Verwendung von Ultraschall möglich, eine definitive Diagnose erfordert jedoch DNA-Tests. Bei der Verwendung von Sonographie-Tests kann sich der Züchter nicht sicher sein, eine BTPKD-Linie zu haben, bevor nicht Tests an fünf Generationen durchgeführt worden sind. Anzeichen der BTPKD sind erhöhter Wasserverbrauch, verstärkter Harndrang, Mundgeruch, plötzlicher Gewichtsverlust, Blasen, Zittern, Lethargie und Erbrechen. Viele betroffene Hunde scheinen ein normales Leben zu führen und führen alle Aktivitäten ohne Probleme durch, ohne irgendwelche Anzeichen der Polyzystischen Nierenerkrankung zu zeigen, bis die Erkrankung in die letzten Phasen tritt. In einigen Fällen erscheinen schwere Symptome innerhalb von 24 Stunden, was einen großen Schock für die Besitzer darstellt. In dieser letzten Phase hat der Tierarzt keine andere Option, als die Symptome zu mildern und den Hund einzuschläfern. Das Alter, in dem das Stadium von PKD bereits fortgeschritten ist, variiert unter den Hunden zwischen 2 und 8 Jahren, sie kann aber auch früher oder später auftreten.

Genetik

BTPKD entsteht durch eine Mutation in PKD1, das sich in CFA06 befindet. Es ist eine autosomal-dominante vererbte Erkrankung .

Referenzen

Gharahkhani, P. (2011.): A Non-Synonymous Mutation in the Canine Pkd1 Gene Is Associated with Autosomal Dominant Polycystic Kidney Disease in Bull Terriers. PloS ONE 6 (7): e22455.

O’Leary, CA. (1999.): Polycystic kidney disease in Bull Terriers: an autosomal dominant inherited disorder. Aust Vet J 77: 361-366.