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Canine Herpesvirus (CHV)

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Die Gentestbeschreibung

Canine Herpesvirus (CHV)

Das Canine Herpesvirus (CHV) ist ein Alphaherpesvirus, das Hunde weltweit befällt. Es stellt einen bekannten Verursacher tödlicher neonataler Infektionen beim Hund und des „fading puppy“-Syndroms (sterbende Welpen) dar. Das Virus ist weit verbreitet und wurde bereits auf der ganzen Welt gefunden. Die Prävalenz der infizierten Hunde hängt von der jeweiligen Region ab, die Rate der infizierten Hunde liegt zwischen 20% und 98%. Studien haben die folgende geografische Seroprävalenz von CHV ergeben: 88% in England, 80% in Norwegen, 45,8% in Belgien, 39,3% in den Niederlanden und 39,3% in der Türkei. Da das Virus in ein latentes Stadium wechseln kann, können infizierte, noch ansteckende Tiere, den seronegativen Status aufweisen. Daher weisen sämtliche Seroprävalenzstudien zu niedrig angesetzte Infektionsraten aus. Das Virus ist für den Menschen nicht ansteckend.

Übertragung

CHV besteht aus einer umhüllten viralen DNA, die empfindlich gegenüber UV-Licht, hohen Temperaturen und Lipidlösungsmitteln wie Ether oder Chloroform sowie den meisten Desinfektionsmitteln ist. Aufgrund dieser Tatsache ist das Virus außerhalb des Wirtsorganismus instabil, für die Übertragung ist also ein direkter Kontakt erforderlich. CHV lebt in den Fortpflanzungs- und Atemtrakten infizierter Hunde. Die Übertragung erfolgt über orale, nasale, Samen- oder vaginale Flüssigkeiten infizierter Hunde. Die oronasale Übertragung gilt hierbei als Hauptweg der Infektion. Ein Deckrüde kann das Virus auf eine Hündin übertragen oder umgekehrt. Welpen infizieren sich in der Regel über ihren Kontakt mit dem Geburtskanal oder die Nasen- und Mundflüssigkeiten der Mutter.

Symptome

Insgesamt sind die Symptome einer CHV-Infektion bei Welpen unter anderem Folgende:

  • Plötzlicher Tod neugeborener Welpen
  • Schwäche, depressive Haltung
  • Anhaltendes Heulen
  • Appetitlosigkeit
  • Beschwerden im Bauchraum
  • Weicher, gelb-grüner Kot
  • Tot geborene Welpen
  • Atembeschwerden, Nasenausfluss
  • Blutungen, z.B. Nasenbluten und kleine blaue Flecken
  • Ältere Welpen entwickeln möglicherweise Anomalien des Nervensystems, unter anderem Blindheit und Krampfanfälle.

Zu den Herpesvirusinfektionen bei erwachsenen Hunden gehören unter anderem folgende Symptome:

  • Oftmals sind keine Symptome sichtbar
  • Atemwegs- und Augeninfektionen
  • Probleme mit der Fortpflanzung
  • Verwerfen

Behandlung

Leider ist keine Heilung für das Herpesvirus verfügbar, die Behandlung beschränkt sich auf das Behandeln der Symptome. Bei betroffenen Welpen ist die Überlebensprognose selbst bei vorgenommener Behandlung schlecht. Es wird empfohlen, infizierte Welpen aufgrund der Temperaturempfindlichkeit des Virus warm zu halten.

Referenzen:

Krogenaes A et al (2014): A serological study of canine herpesvirus-1 infection in a population of breeding bitches in Norway. Acta Vet Scand. 56(1): 19.

Ronsse, V., Verstegen, J., Thiry, E., Onclin, K., Aeberlé, C., Brunet, S., & Poulet, H. (2005). Canine herpesvirus-1 (CHV-1): clinical, serological and virological patterns in breeding colonies. Theriogenology, 64(1), 61–74.

Papageorgiou KV, Suárez NM, Wilkie GS, McDonald M, Graham EM, Davison AJ (2016) Genome Sequence of Canine Herpesvirus. PLoS ONE 11(5): e0156015. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0156015

Ledbetter, E. C. (2013). Canine herpesvirus-1 ocular diseases of mature dogs. New Zealand Veterinary Journal, 61(4), 193–201. doi:10.1080/00480169.2013.768151