Haarlosigkeit beim Hund – Ektodermale Dysplasie (CED)

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Abkürzungen: CED
Gen: FOXI3
Mutation: Duplication
Erbgang: Autosomal-dominant
Rassen: Chinese Crested, Mexican Hairless, Peruvian Hairless

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Art.-Nr.: CD068 Kategorien: , Schlüsselworte: ,

Die Gentestbeschreibung

Haarlosigkeit beim Hund – Ektodermale Dysplasie (CED)

Haarlosigkeit beim Hund ist ein vererbtes Merkmal, das von einer genetischen Mutation in der DNA verursacht wird. Weltweit anerkannte haarlose Hunderassen sind der Chinesische Schopfhund, der Mexikanische Nackthund und Peruanische Nackthund. Der Mexikanische Nackthund ist auch als Xoloitzcuintli bekannt und wurde von den Azteken als heilig angesehen. Der Phänotyp haarloser Hunde wird als Canine ektodermale Dysplasie (CED) klassifiziert. Ihre Merkmale sind fehlende oder abnormal geformte Zähne und ein spärliches oder fehlendes Fell. Haarlosigkeit beim Hund (CED) wird über ein autosomal-dominantes Muster vererbt und steht mit Chromosom 17 bei mexikanischen Nackthunden, peruanischen Nackthunden und Chinesischen Schopfhunden in Verbindung.

Alle diese drei Hunderassen teilen sich die gleiche Mutation. Laut Forschern trat sie wahrscheinlich beim Mexikanischen Nackthund vor 4.000 Jahren in Erscheinung und wurde durch Zuchtprogramme schließlich an die anderen beiden Rassen weitergereicht. Wie die Untersuchungen ergaben, besteht die Mutation, die für die Haarlosigkeit bei Hunden verantwortlich ist, in einer Insertion von sieben Basenpaaren von genetischem Code in ein Gen, das als FOXI3 bekannt ist. Diese Form der Mutation wurde bei allen Nackthunden identifiziert.

Da es als ein autosomal-dominantes Merkmal vererbt wird, erscheint der Phänotyp bei heterozygoten Hunden als haarlos und variiert in Phasen der Haarlosigkeit. Das Haar erscheint meist nur am Haaransatz auf Kopf, Pfoten und Rute. Hunde, die das mutierte Gen nicht besitzen, werden als „Powderpuffs“ (Puderquasten) bezeichnet. Charakteristisch für „Powderpuffs“ ist, dass ihre Körper von langem, seidigem Fell bedeckt sind. Homozygotie ist tödlich und wenn der Hund ein mutiertes Genpaar besitzt, stirbt er bereits während der Embryogenese.

Eine spezifische Form der Haarlosigkeit bei Hunden wird als autosomal-rezessives Merkmal vererbt, das nur bei American Hairless Terriers identifiziert wurde. Homozygotie ist bei American Hairless Terriers nicht tödlich.

Einige gesundheitliche Probleme stehen mit Haarlosigkeit in Verbindung, wobei die gesundheitlichen Probleme nicht zwingend genetisch bedingt sind. Es handelt sich dabei vor allem um Hautprobleme und Allergien. Haarlose Hunde neigen aufgrund Ihres Mangels an natürlichem Schutz gegen die Sonne eher zu Sonnenbrand und Hautkrebs. Bei dominanten Nackthunden können Zahnprobleme auftreten (am häufigsten an den Backenzähnen).

AnimaLabs bietet Gentests für Haarlosigkeit beim Chinesischen Schopfhund, Mexikanischen Nackthund und Peruanischen Nackthund an.

Das folgende Diagramm zeigt den Erbgang für Haarlosigkeit:

Haarlosigkeit beim Hund (ced)

Referenzen:

Wiener, D., J. (2013): Clinical and histological characterization of hair coat and glandular tissue of Chinese crested dogs. Vet Dermatol 24, 274–e62

Drögemüller, C. (2008.): A Mutation in Hairless Dogs Implicates FOXI3 in Ectodermal Development. Science 2008 Sep 12;321(5895):1462.

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